Samstag, 6. September 2008

Oettinger fordert Werbeverbot für ARD und ZDF

Ich kann ja nicht wirklich behaupten, Fan von Günther Oettinger zu sein. Ich gebe ihm aber uneingeschränkt Recht, wenn er Werbefreiheit für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk fordert. Im ersten Schritt möchte Oettinger ein Sponsoringverbot nach 20 Uhr und ganztägig Sonntags sowie die Einschränkung der Online-Aktivitäten von ARD und ZDF erreichen. Im Gegenzug müssten laut Oettinger die Gebühren angehoben werden.

In meinen Augen ein akzeptabler Deal, insbesondere wenn so ein erster Schritt getan werden könnte hin zur Refokussierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf seinen Auftrag: Information und Bildung statt Konkurrenz um die Quote. Denn tatsächlich habe ich deutlich grössere Probleme mit den Rundfunkgebühren, wenn die in Programm fliessen, das die Privaten ohnehin schon im Überfluß erzeugen: Seichte Serien, Nachmittags-Talk, Reality- und Game-Shows (über Sport kann man ja diskutieren) haben im öffentlich-rechtlichen dann einfach nichts mehr verloren.

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